The Finfluencer Circle TV mit Sven Möhle von Everstake
Krypto für Banken: Warum spezialisierte Infrastrukturpartner immer wichtiger werden
Die Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten wächst kontinuierlich. Was vor wenigen Jahren noch als Nischenthema galt, ist heute längst auf den Radar von Banken, Vermögensverwaltern, Family Offices und Fintechs gerückt. Immer mehr Kunden möchten in Kryptowährungen investieren oder Erträge aus digitalen Assets erzielen.
Doch der Einstieg in die Welt der Blockchain-Technologien ist komplex. Finanzinstitute stehen vor der Frage: Soll die notwendige Infrastruktur selbst aufgebaut werden oder ist die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern sinnvoller?
In einer aktuellen Folge von Finfluencer Circle TV sprach Birgit Hass mit Sven Möhle, Senior Business Development Manager Europe bei Everstake, über die Herausforderungen und Chancen institutioneller Krypto-Angebote.
Krypto-Angebote sind mehr als Bitcoin kaufen
Viele Anleger verbinden Kryptowährungen zunächst mit Bitcoin oder Ethereum. Hinter institutionellen Angeboten steckt jedoch deutlich mehr. Es geht um sichere Verwahrung, regulatorische Anforderungen, technische Stabilität und die Möglichkeit, Erträge über sogenannte On-Chain-Yields und Staking-Prozesse zu generieren.
Für Banken bedeutet dies erhebliche Investitionen in Technologie, Personal und Know-how. Genau hier setzen spezialisierte Infrastrukturpartner an.
„Viele Institute erkennen, dass ihre Kunden digitale Assets nachfragen und suchen nach effizienten Wegen, entsprechende Angebote bereitzustellen“, erklärt Sven Möhle.
Warum Banken auf externe Spezialisten setzen
Der Aufbau eigener Blockchain-Infrastrukturen ist aufwendig und kostenintensiv. Neben der technischen Umsetzung müssen regulatorische Vorgaben erfüllt, Sicherheitsstandards eingehalten und Fachkräfte aufgebaut werden.
Everstake bietet Banken und Finanzdienstleistern die Möglichkeit, auf eine bestehende Infrastruktur zurückzugreifen. Das Unternehmen ist seit 2018 im Markt aktiv und unterstützt Kunden weltweit beim Zugang zu Blockchain-Netzwerken und Staking-Lösungen.
Der Vorteil für Finanzinstitute: Sie können ihren Kunden moderne Krypto- und Staking-Angebote bereitstellen, ohne sämtliche technischen Komponenten selbst entwickeln zu müssen.
Technologiekompetenz als Wettbewerbsvorteil
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Everstake ist laut Möhle der konsequente Fokus auf Technologie. Ein Großteil der Mitarbeitenden arbeitet direkt an Blockchain-Netzwerken und analysiert deren Entwicklungen.
Diese Nähe zur Technologie ermöglicht es, nicht nur etablierte Netzwerke zu unterstützen, sondern auch neue und innovative Blockchains frühzeitig in das Angebot aufzunehmen. Besonders im Bereich digitaler Zahlungsinfrastrukturen entstehen derzeit zahlreiche neue Anwendungen, die für Banken interessant werden könnten.
Für Finanzinstitute bedeutet dies mehr Flexibilität bei der Entwicklung individueller Kundenlösungen und einen schnelleren Zugang zu Innovationen.
Sicherheit und Compliance bleiben entscheidend
Während die Nachfrage nach digitalen Assets steigt, bleiben Sicherheit und regulatorische Anforderungen zentrale Themen.
Gerade institutionelle Kunden erwarten höchste Standards bei Datenschutz, IT-Sicherheit und Governance. Anbieter müssen nachweisen können, dass sie etablierte Compliance-Anforderungen erfüllen und langfristig stabil am Markt agieren.
Everstake verweist dabei unter anderem auf internationale Sicherheitsstandards wie ISO 27001 sowie auf entsprechende Compliance- und Audit-Prozesse.
Für Banken ist dies ein entscheidender Faktor bei der Auswahl eines Technologiepartners. Schließlich geht es nicht nur um innovative Produkte, sondern vor allem um Vertrauen.
Erfahrung schafft Vertrauen
Die Kryptoindustrie hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Höhen und Tiefen erlebt. Marktzyklen, Insolvenzen und regulatorische Veränderungen haben gezeigt, wie wichtig langfristige Stabilität ist.
Anbieter, die mehrere Marktphasen erfolgreich durchlaufen haben, genießen bei institutionellen Kunden häufig einen Vertrauensvorsprung. Für Banken und Vermögensverwalter ist die langfristige Verlässlichkeit eines Partners oft genauso wichtig wie dessen technologische Fähigkeiten.
Fazit: Kooperation statt Eigenentwicklung
Der institutionelle Kryptomarkt entwickelt sich zunehmend vom Experimentierfeld zum strategischen Geschäftsfeld. Banken und Finanzdienstleister suchen nach Wegen, ihren Kunden sichere und regulatorisch konforme Zugänge zu digitalen Assets anzubieten.
Dabei zeigt sich immer deutlicher: Nicht jedes Institut muss die notwendige Blockchain-Infrastruktur selbst aufbauen. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Technologiepartnern ermöglicht einen schnelleren Markteintritt, reduziert Komplexität und schafft Zugang zu spezialisiertem Know-how.
Die Diskussion mit Sven Möhle macht deutlich, dass sich die Rolle solcher Infrastrukturpartner künftig weiter verstärken dürfte – insbesondere dann, wenn digitale Assets zunehmend Teil des klassischen Finanzsystems werden.
Das vollständige Interview mit Sven Möhle von Everstake finden Sie auf dem YouTube-Kanal von Finfluencer Circle TV: https://youtu.be/yy4Mffoplwk
