Finfluencer Circle TV- Marsal Ghiasi (1)

Finfluencer Circle TV mit Marsal Ghiasi

Luxus als Investment? Was wir von einer Birkin Bag über Vermögensaufbau lernen können

Von der Designertasche zum diversifizierten Portfolio.
In der aktuellen Folge von Finfluencer Circle TV war Marsal Ghiasi zu Gast – Vizepräsidentin eines internationalen Asset Managers, Autorin und Finanzbloggerin.

Und ihre Investmentreise begann nicht mit einer Aktie.
Sondern mit einer Tasche.

Der Aha-Moment: Eine Louis Vuitton Speedy

Als Studentin erfüllte sich Marsal Ghiasi einen Traum:
Ihre erste Louis Vuitton Speedy.

Mit viel Disziplin zusammengespart. Ein echtes Luxusstück.

Fünf Jahre später wollte sie sich eine neue Tasche gönnen – und verkaufte die alte. Dabei stellte sie fest: Sie bekam mehr für die gebrauchte Tasche, als sie ursprünglich bezahlt hatte.

Kein riesiger Gewinn.
Aber ein entscheidender Gedanke:

Werte können steigen – selbst wenn man sie nutzt.

Dieser Moment war ihr Einstieg ins Investieren.

Kurz darauf folgten:

  • die erste Immobilie in Frankfurt
  • eine weitere Immobilie fünf Jahre später
  • Aktien und ETFs
  • später auch Krypto

Heute steht ein breit gestreutes Portfolio – inklusive Luxusgütern.


Die Birkin Bag vs. Aktien und Gold

Besonders spannend: Eine Studie verglich die Performance der Hermès Birkin Bag mit US-Aktien (S&P 500) und Gold über 35 Jahre.

Das Ergebnis überraschte viele:

  • S&P 500: ca. 8,7 % p.a.
  • Gold: ca. 2 % p.a.
  • Birkin Bag: ca. 14 % p.a.

Natürlich gilt:
Das ist keine pauschale Anlageempfehlung. Nicht jede Tasche steigt im Wert. Märkte verändern sich. Liquidität, Zustand, Modell, Nachfrage – all das spielt eine Rolle.

Aber die Erkenntnis bleibt:

Luxusgüter können unter bestimmten Bedingungen eine reale Wertanlage sein.

Und: Es gibt inzwischen sogar Fonds, die physisch in Hermès-Taschen investieren.
Die Mehrheit der Investoren? Männer.


Warum Luxus ein Investment-Mindset verändern kann

Was ich an Marsals Ansatz besonders spannend finde:

Sie erklärt Finanzen nicht technisch, sondern visuell, emotional und mit Metaphern.

Ihr Buch verbindet:

  • Finanzbildung
  • persönliche Geschichte
  • Fashion & Luxus
  • und Vermögensaufbau

Denn gerade viele Frauen fühlen sich von klassischen Finanznarrativen nicht angesprochen.

Aber wenn der Einstieg über etwas erfolgt, das bereits emotional positiv besetzt ist – entsteht Zugang.

Investieren darf:

  • verständlich sein
  • ästhetisch sein
  • persönlich sein

Luxus als Assetklasse – Trend oder Substanz?

Neben physischen Gütern gibt es mittlerweile auch:

  • Luxus-ETFs (z. B. mit Unternehmen wie LVMH oder Richemont)
  • spezialisierte Fonds
  • alternative Investmentvehikel

Luxusunternehmen profitieren häufig von:

  • Preissetzungsmacht
  • Markenstärke
  • globaler Nachfrage
  • Knappheit

Und Knappheit ist ein zentraler Treiber von Wertentwicklung.

Aber wichtig bleibt:
Luxus kann eine Beimischung sein.
Er ersetzt keine saubere Asset Allocation.


Mein persönliches Fazit

Was ich aus dem Gespräch mitnehme:

Der Einstieg ins Investieren beginnt selten mit einer Excel-Tabelle.
Er beginnt mit einem Aha-Moment.

Bei Marsal war es eine Tasche.
Bei anderen vielleicht eine Immobilie.
Oder ein ETF-Sparplan.

Wichtig ist nicht, womit man startet.
Wichtig ist, dass man startet.

Marsal Ghiasi „Ich liebe die Börse. Ich bin einer dieser untypischen Nerds, halt nur mit Lippenstift und High Heels“…

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