Was ist Was GELD

Vom Taschengeld zum digitalen Euro: Finanzbildung für die nächste Generation

Buchtipp: Finanzbildung beginnt früher, als viele denken

„WAS IST WAS – Geld. Von der Spardose in die Zukunft“ von Jürgen Schmitt zeigt, wie Finanzwissen für Kinder verständlich, lebensnah und sogar unterhaltsam vermittelt werden kann.

Über Geld wird in Familien erstaunlich wenig gesprochen. Gleichzeitig begegnen Kinder Finanzthemen heute früher denn je: Taschengeld, Online-Shopping, Apps, Kartenzahlung, steigende Preise oder die Frage, warum das eigene Geld plötzlich weniger wert ist.

Umso wichtiger ist es, finanzielle Zusammenhänge nicht erst dann zu erklären, wenn das erste Gehalt auf dem Konto landet.

Genau hier setzt „WAS IST WAS – Geld. Von der Spardose in die Zukunft“ von Jürgen Schmitt an.

Vom Taschengeld bis zum digitalen Euro

Das Buch nimmt junge Leserinnen und Leser mit auf eine Reise durch die Welt des Geldes.

Dabei geht es um ganz grundlegende Fragen: Was ist Geld eigentlich? Warum vertrauen wir darauf, dass ein Geldschein etwas wert ist? Was macht eine Bank? Wie funktionieren Zinsen? Warum steigen Preise? Was passiert an der Börse?

Aber auch aktuelle Themen finden ihren Platz – darunter digitales Bezahlen und der digitale Euro.

Besonders gelungen ist die Übersetzung komplexer Zusammenhänge in Situationen, die Kinder kennen.

Inflation und Shrinkflation werden beispielsweise anhand eines Döners erklärt. Wird der Döner kleiner, obwohl er genauso viel kostet, lässt sich schnell verstehen, was weniger Kaufkraft im Alltag bedeutet.

So wird aus abstrakter Volkswirtschaft plötzlich etwas sehr Konkretes.

Finanzbildung ist mehr als Sparen

Spannend ist vor allem, dass das Buch Finanzbildung nicht darauf reduziert, möglichst früh ein Depot zu eröffnen oder möglichst viel Geld zu sparen.

Es geht auch um Entscheidungen.

Wofür möchte ich mein Geld ausgeben?
Was ist mir wichtig?
Spare ich für einen größeren Wunsch?
Investiere ich?
Und welche Wirkung kann Geld über meinen eigenen Konsum hinaus entfalten?

Das Buch zeigt beispielsweise auch, dass Geld genutzt werden kann, um Menschen, Tiere oder Umweltprojekte zu unterstützen.

Damit wird eine wichtige Botschaft vermittelt:

Geld ist kein Selbstzweck. Geld eröffnet Handlungsmöglichkeiten.

Kinder brauchen keine fertigen Antworten

Vielleicht ist das der wichtigste Gedanke des Buches.

Finanzbildung bedeutet nicht, Kindern vorzuschreiben, was sie mit ihrem Geld tun sollen.

Es bedeutet, ihnen Zusammenhänge zu erklären, damit sie später selbst Entscheidungen treffen können.

Und genau darin steckt auch ein Auftrag an Eltern, Schulen und uns als Finanzbranche.

Denn wer erst mit 18 oder 20 Jahren beginnt, über Geld, Inflation, Zinsen oder Investieren nachzudenken, hat bereits viele Jahre verpasst, in denen finanzielle Kompetenz ganz selbstverständlich hätte wachsen können.

Ein Buch, das Gespräche anstößt

Große Bilder, kurze Texte, Infografiken, Dialoge und Fakten machen das Buch leicht zugänglich. Man muss es nicht einmal Seite für Seite durcharbeiten.

Man kann gemeinsam darin blättern, an einer Frage hängen bleiben und plötzlich über Geld sprechen.

Und vielleicht ist genau das der größte Wert dieses Buches.

Nicht jede Seite muss sofort verstanden werden.

Aber jede gute Frage kann der Anfang von Finanzbildung sein.

Unser Finfluencer-Circle-Fazit

„WAS IST WAS – Geld. Von der Spardose in die Zukunft“ ist ein gelungener Einstieg in die Finanzwelt für Kinder und Jugendliche – und gleichzeitig eine Einladung an Erwachsene, Finanzwissen früher und selbstverständlicher zu vermitteln.

Denn finanzielle Bildung beginnt nicht mit dem ersten Depot.

Sie beginnt mit dem ersten eigenen Euro – und mit der Frage: Was mache ich damit?

Buchtipp:
Jürgen Schmitt
WAS IST WAS – Geld. Von der Spardose in die Zukunft
Tessloff Verlag

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