Tatort Frankfurt: BEX Underground nimmt die Zukunft des Bankings ins Verhör
Banking Exchange 2026: BEX Underground – Cash, Code & Crime
Die Akte ist offen. Die Spuren führen nach Frankfurt: Am 4. November 2026 lädt Payment & Banking zur Banking Exchange. Unter dem Motto „BEX Underground – Cash, Code & Crime“ geht es um Macht, Vertrauen und die Frage, wer künftig die Spielregeln im Banking bestimmt.
Die Finanzwelt verändert sich an mehreren Fronten gleichzeitig. KI-Agenten greifen in Prozesse und Kundenbeziehungen ein. Neue Zahlungsinfrastrukturen verschieben etablierte Geschäftsmodelle. Und während Banken ihre Systeme modernisieren, entwickeln auch Betrugsnetzwerke ihre Methoden weiter.
Die BEX Underground nimmt diese Entwicklungen auf – mit einer Inszenierung im Stil eines Wirtschaftskrimis und einem Programm, das die strategischen Fragen dahinter offenlegt.
Cash: Wer kontrolliert die Wege des Geldes?
Einlagen werden beweglicher, Zahlungen schneller und die Konkurrenz um die Kundenbeziehung intensiver. Was bedeutet das für Banken, deren Geschäftsmodell lange auf stabilen Einlagen und etablierten Zahlungswegen beruhte?
Unter dem Titel „Der Bodensatz bröckelt“ steht zum Auftakt die Zukunft des Einlagengeschäfts zur Diskussion. Das Panel „Tod der Karte“ richtet den Blick auf Stablecoins, den digitalen Euro und die Tokenisierung. Nikolaus Trzeschan, Victor Bergmann und Dr. Katrin Stark diskutieren unter der Moderation von Kilian Thalhammer, welche Rolle Banken in dieser Infrastruktur künftig spielen können.
Dabei geht es um weit mehr als neue Bezahlverfahren: Wer betreibt die Schnittstellen? Wer hält den Kontakt zur Kundschaft? Und wo entsteht künftig Wertschöpfung?
Code: Wenn der Agent die Kundenbeziehung übernimmt
Künstliche Intelligenz verändert, wie Finanzdienstleistungen entwickelt, angeboten und genutzt werden. Doch zwischen einem überzeugenden Pilotprojekt und einem verlässlichen Einsatz im regulierten Bankbetrieb liegen Fragen zu Daten, Verantwortung und Wirtschaftlichkeit.
Chris Püllen beleuchtet, wo KI im Finanzumfeld bereits praktischen Mehrwert schafft. Friedhelm A. Schmitt zeigt, wie sich Wealth Management stärker an individuellen Erwartungen ausrichten lässt. Sasa Fajkovic gibt Einblicke in die interne KI-Orchestrierung bei Trade Republic und den Weg zu messbarem Kundennutzen.
Weitere Gesprächsrunden widmen sich Agentic Banking: Wo handeln Systeme bereits eigenständig? Welche Entscheidungen müssen Menschen kontrollieren? Und was passiert, wenn die KI-Assistenten der Kundinnen und Kunden mit den Agenten einer Bank verhandeln?
Die Frage nach der Kundenschnittstelle zieht sich durch das Programm. Wenn Finanzentscheidungen zunehmend in externen KI-Systemen vorbereitet werden, müssen Banken ihre Rolle neu bestimmen.
Crime: Wie bleibt Vertrauen überprüfbar?
Deepfakes, synthetische Identitäten und manipulierte Zahlungsaufforderungen stellen Banken und ihre Kundschaft vor neue Herausforderungen. Je überzeugender digitale Täuschung wird, desto wichtiger werden belastbare Verfahren zur Identitätsprüfung und Betrugsabwehr.
Das Panel „Wer ist hier eigentlich noch echt?“ bringt Nikolai Lenarz, Philipp Angermann und Maik Jordt unter der Moderation von Sarah Schütz zusammen. Im Mittelpunkt stehen Identity-Tech, RegTech und die Frage, wie sich Vertrauen im digitalen Banking wirksam absichern lässt.
Philipp Angermann beleuchtet außerdem das Potenzial der EUDI Wallets: Digitale Identität könnte künftig Onboarding, Login und Zahlungsfreigaben enger miteinander verbinden.
Die nächste Bank: Wer baut sie – und wer verpasst sie?
Wie sieht eine Bank aus, die heute von Grund auf entwickelt wird? Und wie gelingt der Wandel in Instituten, deren Systeme über Jahrzehnte gewachsen sind?
Mit Renate Prinz, Dr. Iris Liliana Bleck und Marcus W. Mosen richtet das Programm den Blick auf moderne Bankarchitekturen und die Realität der Migration im laufenden Betrieb. Zum Abschluss diskutieren Vincent Haupert, Nicola Breyer, Dr. Maurizio Singh und Joris Hensen unter der Moderation von Nicole Nitsche über Daten, Open Finance und die Zukunft der Kundenbeziehung.
Dabei steht eine zentrale Frage im Raum: Welche Fähigkeiten braucht eine Bank, um auch im nächsten Jahrzehnt relevant zu bleiben?
Begegnungen zwischen den Ermittlungen
Zum Programm gehören auch die Gespräche abseits der Bühne. Der Tag beginnt um 8:30 Uhr mit Einlass und Hackerfrühstück, bevor um 9:00 Uhr die inhaltlichen Sessions starten. Lunch und Networking-Pausen bieten Zeit, Gedanken weiterzuführen und neue Kontakte zu knüpfen. Ab 18:20 Uhr geht die Veranstaltung in die Underground Party über.
Am 4. November 2026 wird Frankfurt zum Treffpunkt für alle, die verstehen wollen, wie Geld, Technologie und Vertrauen künftig zusammenspielen. Die BEX Underground verspricht einen Tag voller Einsichten, Begegnungen und einer Portion spielerischer Spannung.
