Vom Bankenkrisenmanagement ins Kinderzimmer: Tanja Kulisch-Ziemens macht Geld zum Abenteuer
Mehr als 30 Jahre internationale Erfahrung in Banking, Regulierung und Transformation – und die Überzeugung, dass Finanzbildung schon bei Kindern beginnen sollte: Mit The Great Moneyverse eröffnet Tanja Kulisch-Ziemens jungen Menschen einen spielerischen Zugang zur Welt des Geldes. Beim The Finfluencer Circle Award 2026 erreichte sie damit den dritten Platz in der Kategorie „Finanzielle Bildung“.
Was ist Geld? Wie funktioniert es? Und was können wir damit machen?
Kinder stellen grundlegende Fragen. Für Erwachsene sind sie eine gute Gelegenheit, genauer hinzusehen: Was erklären wir eigentlich über Geld? Welche Gewohnheiten leben wir vor? Und wie ermöglichen wir Kindern, eigene Erfahrungen zu sammeln?
Tanja Kulisch-Ziemens hat diese Fragen zu einer unternehmerischen Aufgabe gemacht. Als Gründerin und CEO von The Great Moneyverse möchte sie Kinder spielerisch in das Gelduniversum mitnehmen.
Viel Erfahrung – für eine junge Zielgruppe
Tanja bringt einen beruflichen Hintergrund mit, den man zunächst eher mit komplexen Finanzsystemen als mit einem Abenteuerspiel für Kinder verbindet.
Nach eigenen Angaben verfügt sie über mehr als 30 Jahre internationale Erfahrung in 13 Ländern. Zu ihren beruflichen Stationen gehört die BaFin, bei der sie von 2018 bis 2024 Führungsverantwortung im Bereich der Abwicklungsplanung von Banken übernahm. Hinzu kommen Erfahrungen in Beratung, Veränderungsprozessen und Krisenmanagement sowie ein MBA mit Schwerpunkt Digital Transformation an der Goethe Business School.
Wer sich mit der Stabilität von Banken und den Herausforderungen internationaler Finanzmärkte beschäftigt hat, kennt die Komplexität des Systems. Für ein Bildungsangebot für Kinder entsteht daraus eine anspruchsvolle Aufgabe: Welche Grundlagen sind wichtig, und wie lassen sie sich verständlich und altersgerecht vermitteln?
Mit The Great Moneyverse widmet sich Tanja genau diesem Zugang.
Ein Gelduniversum zum Entdecken
Einen Einblick in das Konzept gab der Kids Park der Finance26. Dort stellte The Great Moneyverse ein Angebot für Kinder und Jugendliche von drei bis 16 Jahren vor: mit Börsenspiel, App und Mitmachstationen.
Die Idee dahinter: Kinder sollen Fragen stellen, ausprobieren und die Welt des Geldes entdecken können. Ein Finanz-Abenteuer schafft dafür einen anderen Ausgangspunkt als ein Vortrag oder eine Liste von Fachbegriffen.
Mich spricht dieser Ansatz an, weil er Neugier ernst nimmt. Wer Kinder erreichen möchte, muss ihre Perspektive verstehen. Was beschäftigt sie? Woran haben sie Freude? Und wie wird aus einer abstrakten Erklärung etwas, das sie selbst erkunden möchten?
Dabei ist die Altersspanne eine wichtige Herausforderung. Ein Vorschulkind stellt andere Fragen als eine Jugendliche, die über erste eigene Einnahmen nachdenkt. Spielerische Finanzbildung braucht deshalb Angebote, die zum jeweiligen Entwicklungsstand passen.
Finanzbildung beginnt im Alltag
Geld begegnet Kindern lange vor dem ersten eigenen Konto. Beim Einkaufen, beim Taschengeld oder bei einem Wunsch, für den gespart werden muss.
Darin liegen viele Gesprächsanlässe: Warum können wir nicht alles sofort kaufen? Was ist uns wichtig? Und was bedeutet es, sich für eine Sache und damit gegen eine andere zu entscheiden?
Für mich gehört es zur Finanzbildung, solche Fragen zuzulassen und gemeinsam nach Antworten zu suchen. Ein spielerisches Angebot kann Eltern dabei einen Anlass geben, mit ihren Kindern ins Gespräch zu kommen.
The Great Moneyverse setzt an dieser frühen Begegnung mit Geld an – mit dem Ziel, junge Menschen für Finanzthemen zu interessieren.
Eine Auszeichnung, die überraschte
Wie unerwartet der Erfolg beim The Finfluencer Circle Award 2026 für Tanja kam, schilderte sie anschließend selbst: Am Anfang standen meine Aufforderung, sich zum Event anzumelden, und später die Bitte um ein Foto. Erst ein Glückwunschanruf machte ihr klar, was daraus geworden war.
Am Ende erreichte sie als Newcomerin den dritten Platz in der Kategorie „Finanzielle Bildung“, neben dem Erstplatzierten Edmund Pelikan und der Zweitplatzierten Dr. Birgit Happel.
Bei der Verleihung in der Villa Sander wurde damit auch ein Ansatz sichtbar, der die jüngste Generation in den Mittelpunkt stellt.
Dass Tanja diese Anerkennung mit so viel Freude aufgenommen hat, hat mich besonders berührt. Aus ihrem Rückblick spricht Begeisterung für die eigene Aufgabe – und Wertschätzung für die Menschen, die sich gemeinsam mit ihr für finanzielle Bildung einsetzen.
Wissen weitergeben heißt, neue Zugänge schaffen
Tanja Kulisch-Ziemens verbindet ihre langjährige Erfahrung in der Finanzwelt mit dem Aufbau eines jungen Bildungsunternehmens. Darin liegt für mich das Spannende an ihrem Weg: Sie richtet den Blick auf Menschen, für die die ersten Fragen über Geld gerade erst beginnen.
Ob daraus langfristig Wissen und sichere Entscheidungen entstehen, hängt von der Qualität und der weiteren Entwicklung solcher Angebote ab. Der Ansatz verdient Aufmerksamkeit: Kinder früh einzubeziehen und ihnen Raum zum Entdecken zu geben.
Liebe Tanja, herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz beim The Finfluencer Circle Award 2026. Ich freue mich, dass du mit The Great Moneyverse die nächste Generation in unsere Finanzbildungs-Community einbringst.